Teil 1 · Der Anfang

Teil 1 · Warum Abwarten Geld kostet

Mehr Geld auf dem Konto als je zuvor. Und trotzdem ein ungutes Gefühl.

Alle reden von ETFs, und du hast das Gefühl, du solltest das eigentlich auch tun. Doch allein der Gedanke an Börse, Depot und Aktien löst bei dir Beklemmung aus. Am liebsten würdest du dich mit dem Thema gar nicht befassen.

Ich führe dich Schritt für Schritt durch alles, was du wissen musst. Du wirst merken: Eigentlich ist es gar nicht so kompliziert.

Du hast über Jahrzehnte ein solides Vermögen aufgebaut. Vielleicht ist dein Haus abbezahlt, die Kinder stehen auf eigenen Beinen, und im besten Fall kam noch eine Erbschaft hinzu. Nun liegt auf deinem Konto auf einmal eine stattliche Summe, und du fragst dich, was du damit anfangen sollst. Die Methode, die dein Leben lang funktioniert hat, das verzinste Sparen bei der Bank, funktioniert nicht mehr. Was also tun?

P
Wer ich binPhilipp · legt seit über zehn Jahren Geld an der Börse an

Ich bin Philipp. Beim ersten Job wollte ich meine Finanzen ordnen und hätte fast einen Bausparvertrag abgeschlossen. Bei der Beschäftigung mit dem Thema bin ich stattdessen über ETFs gestolpert. Seitdem lege ich mein Geld an der Börse an, inzwischen seit über zehn Jahren, nach einfachen, bewährten Prinzipien.

Immer wieder fragen mich Menschen aus meinem Umfeld, ob ich ihnen damit auch helfen kann: „Bei mir liegen 250.000 € auf dem Konto. Was mache ich damit?“ Aus diesen Gesprächen ist diese Seite entstanden.

Zwei Dinge vorab: Ich bin kein Finanzberater und verkaufe keine Finanzprodukte, mein Wissen gebe ich aber gerne weiter. Und diese Seite verdient ihr Geld offen statt verdeckt. Wo das geschieht, steht es dabei. Mehr über mich →

Ab hier rechnet diese Seite mit deinen Zahlen.

Wie viel Geld liegt bei dir ungefähr auf dem Konto?

150.000 €
50.000 €500.000 €

Deine Angabe bleibt auf deinem Gerät und wird nicht übertragen. Sie dient ausschließlich dazu, die folgenden Beispiele mit deinen Zahlen zu rechnen.


Station 1

Es liegt nicht an dir

Sparbuch, Bausparvertrag, Festgeld: Jahrzehntelang war das genau richtig. In den 1970er- und frühen 1980er-Jahren brachte selbst ein schlichtes Sparbuch vier bis fünf Prozent Zinsen, Festgeld und Sparbriefe noch mehr. Dein Geld wuchs von allein, ganz ohne dein Zutun.

Diese Zeit ist vorbei. Die Rahmenbedingungen haben sich von Grund auf geändert. Die Methode, auf die sich eine ganze Generation verlassen hat, funktioniert nicht mehr.

Nur ausgesprochen hat es kaum jemand. Die Banken und Versicherungen haben weitergemacht: Sie verkaufen am liebsten teure Produkte, bei denen am Ende kaum etwas übrig bleibt, weil die Kosten die Erträge auffressen.

Zinsen auf Spareinlagen in Deutschland, 1970 bis heute (Jahresdurchschnitte)

Die Methode einer ganzen Generation und ihr stilles Ende.
Quelle: Deutsche Bundesbank. Bis 2002 Bundesbank-Zinsstatistik, Spareinlagen mit Mindest-/Grundverzinsung („Spareckzins“, BBIB1); ab 2003 MFI-Zinsstatistik, Einlagen privater Haushalte mit Kündigungsfrist bis 3 Monate (SUD105). Echte Jahresdurchschnitte der Monatswerte.

Du hast nichts falsch gemacht. Die Regeln haben sich geändert.

Station 2

Was mit deinem Geld passiert, während es „sicher“ auf dem Girokonto liegt

Zur Ehrlichkeit gehören beide Risiken. Über das Risiko der Börse wird viel geredet. Über das Risiko des Kontos dagegen kaum: die Inflation.

Bei zwei bis drei Prozent Geldentwertung verliert ein unverzinstes Guthaben Jahr für Jahr an Kaufkraft. Auf dem Kontoauszug bleibt die Zahl gleich, doch was du dir davon kaufen kannst, wird immer weniger.

Was deine 150.000 € auf dem Konto real noch wert sind (bei 2,5 % Inflation)

Heute 5 Jahre 10 Jahre 15 Jahre 20 Jahre

Kein Kurseinbruch. Kein Fehler. Nur Zeit. Verschiebe oben den Regler, die Kurve rechnet mit deiner Zahl.

Diese Rechnung soll dir keine Angst machen. Mit Angst wird in der Finanzbranche mehr als genug gearbeitet, davon grenzt sich diese Seite bewusst ab. Aber zur Ehrlichkeit gehört: Auch nichts zu tun ist eine Entscheidung. Und sie hat einen Preis.

P

Diese Rechnung habe ich zum ersten Mal mit meinem Onkel gemacht. Ihm war überhaupt nicht bewusst, was da leise verschwindet.

Es gibt keine Geldanlage ohne Risiko. Aber man hat die Wahl, welches Risiko man eingeht. Eines der größten Risiken wird selten klar benannt.

Station 3

Deine Erfahrungen sprechen nicht gegen die Börse

Vielleicht hast du selbst Erfahrungen gemacht, die dagegen zu sprechen scheinen. Oder du kennst jemanden, bei dem es schiefging. Diese Erfahrungen sind echt. Sie zeigen aber etwas anderes, als es auf den ersten Blick wirkt.

P

Alle vier Sätze habe ich genau so schon in Gesprächen gehört, teils wortwörtlich.

Welche Erfahrung hat dich am meisten geprägt?

Auch diese Auswahl bleibt auf deinem Gerät.

Du hast keine schlechten Erfahrungen mit der Börse gemacht. Du hast schlechte Erfahrungen mit vermeidbaren Fehlern gemacht: Konzentration auf einzelne Aktien, teure Fonds, Verkauf in der Krise. Alle drei lassen sich systematisch ausschließen.

Genau das ist der nächste Schritt.


Ende von Teil 1

Teil 2: Was zu tun ist

Globale Diversifikation statt Einzelaktien. Das Töpfe-Prinzip, mit dem du nie verkaufen musst. Der Plan für die nächste Krise. Und am Ende: in drei Schritten zum ETF-Depot.

Kostenlos, wie Teil 1. Kein Konto, keine Anmeldung.